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BEGEGNUNGEN 


Gerda-Marie Adenau beschreibt in ihrem Blog ganz persönliche Begegnungen mit Kunstwerken des Mannheimer Bildhauers Hendrik Hackl. Aus ihrem Blickwinkel - in ihren Worten - mit ihrer Begeisterung...

 Bloggerin Gerda-Maria Adenau
Die Autorin Gerda-Marie Adenau


  BLOGG NR 1 - Meine Begegnung mit dem Wandobjekt COME TOGETHER II

Gerda-Marie Adenau:

Seit jeher sind Menschen fasziniert von Fossilien – jenen oft merkwürdigen, vorzeitlichen Artefakten, Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Wir sammeln sie, verarbeiten sie zu Schmuckstücken, verwenden sie zur Dekoration oder schauen sie uns in Urweltmuseen an. Mich persönlich interessierten Fossilien nicht im Geringsten. Bis zu dem Moment, als ich auf Hendrik Hackl und seine vielen Ammoniten traf. Heute hängen in meinem Wohnzimmer Werke von ihm an der Wand. 


Erste Bilderfahrungen

Aufgewachsen bin ich in Vlatten, einem 1.000-Seelen-Dorf in der Rureifel. Meine Vorstellung von bildender Kunst wurde hauptsächlich durch die sonntäglichen Gottesdienste in der Dorfkirche geprägt; geblieben ist mir davon eine Vorliebe für die Farbe Kardinalrot.

An meine erste bewusste Begegnung mit Kunst erinnere ich mich noch sehr gut. Es war in der vierten Klasse der Grundschule. Es ging um Paul Klee und seine kubistischen Bilder. Wir sollten entweder eines seiner Bilder nachmalen oder eine Bildbetrachtung schreiben. Da ich zeichnerisch völlig unbegabt war, aber gerne schrieb, entschied ich mich natürlich für die Bildbetrachtung. Ich schaute das Bild lange an und begann, es detailliert zu beschreiben. Und dann der magische Augenblick, als das Bild anfing, zu mir zu sprechen. Ich füllte Seite um Seite mit meinen Eindrücken und Beobachtungen. Für meine Hausaufgabe bekam ich die Note 1 – und ich nahm als Lernerfahrung mit: Bilder können sprechen; ich kann ihre Sprache verstehen und mit den Bildern in Resonanz gehen; Ich bin der Lage, diesen Vorgang in Worte zu fassen.


Die Öffnung des Sichtbaren

Seit meiner Grundschulzeit habe ich unzählige Museen besucht, Bilder betrachtet und Führungen erlebt. Ich habe während meines Studiums als Museumswärterin gearbeitet, später für meine Freund:innen Führungen organisiert und mir in Kursen das theoretische Wissen hinter ‚dem Schauen‘ angeeignet.  Die Magie meiner ersten Bildbeschreibung ist geblieben. Ich betrachte Bilder und plötzlich „schauen“ die Objekte zurück. Sie zeigen sich mir, und ich werde zur Empfängerin, die ihre Schwingungen aufnimmt und in Resonanz geht. 

 
Ein Fossil als Kunstobjekt?

Ganz überrascht war ich, als ich feststellte, dass sich dieses Phänomen auch in den Begegnungen mit Fossilien und Ammoniten zeigt. Für mich persönlich bedarf es dazu allerdings der künstlerischen Gestaltung.

2015 kaufte ich mein erstes Objekt: "Come Together". An Hendrik Hackels Arbeiten fasziniert mich bis heute vor allem seine ästhetische Gestaltungskraft. Er arrangiert seine Objekte auf ganz einzigartige Weise und bearbeitet sie dabei nur sehr sparsam. Damit lässt er den Millionen Jahre alten Materialien genügend Raum, ihre eigene Geschichte zu erzählen. 

Als er mir von seiner neuen Webseite berichtete, bot ich ihm an, eine Referenzgeschichte zu schreiben. Ich setzte mich hin, so wie damals in der Grundschule, und, wie damals, öffnete sich ein Raum des Dialogs und der Inspiration. Die Idee für einen Weblog war geboren. Mit meinen Erzählungen über Begegnungen mit Fossilien, Ammoniten und dem Künstler möchte ich Sie einladen, selbst in Resonanz mit den Kunstwerken zu gehen. 


Zu meiner Person

Ich lebe in der Nähe von München. Neben meinem Beruf als Kommunikatorin in einem Konzern studiere ich Philosophie an der jesuitischen Hochschule. Ich fahre regelmäßig in die Eifel und lande dabei fast immer bei Hendrik Hackl in Mannheim.

In den Social Medien bin ich hier zu finden:

LinkedIn: LinkedIn ist meine berufliche Plattform. Hier veröffentliche ich Geschichten aus meinem Konzernalltag. 

The Silver Magazine: Hier schreibe ich unter dem #50plus über mein Leben