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Leonardo Da Vinci schrieb zwischen 1508-1518 in seine Notizbücher:

"Da die Dinge weit älter sind als die Buchstaben, darf es nicht verwundern, wenn in unserer Zeit keine Aufzeichnungen darüber existieren, wie sich die erwähnten Meere über so viele Länder erstreckten...
Uns genügt jedoch die Beweiskraft der Dinge, die im Salzwasser entstanden und nun in den Gebirgen wiederzufinden sind, bisweilen in weiter Ferne von den Meeren."

Vor etwa 4.600.000.000 Jahren entsteht unser Planet mit dem sogenannten Urknall. Unvorstellbare Mengen an Energie werden frei - viele Millionen Tonnen Eisen werden ins All geschleudert. Seit etwa 2,5 Millarden Jahren entwickeln sich auf diesem Planeten Pflanzen und Tiere - zuerst im Meer, viel später auch an Land.
Wo vor Jahrmillionen die Ozeane das Festland umbrandeten, breiten sich heute Wüsten, Gebirge und Täler aus. Verwitterung schleift die Kalkbänke von einst und ihre prähistorischen Sedimente und darin enthaltenen Überreste des Lebens treten ans Tageslicht.

Seit den Anfängen sind die Menschen von den prähistorischen Zeitzeugen fasziniert, waren sie doch jeher von vielen Mythen, Rätseln und Spekulationen begleitet. Sie finden Meerestiere im Gebirge, Eisenbrocken in der Wüste - scheinbar vom Himmel gefallen...

Hendrik Hackl möchte den Betrachter seiner künstlerischen Arbeiten in diese Welt hinein versetzen, aufmerksam machen auf unsere Wurzeln, unsere Herkunft - seine ureigene Faszination für die Jahrmillionen (mit)teilen. Er schafft teils ästhetisch anmutende, teils humoristische Momentaufnahmen der Evolution und erzählt damit seine Geschichten vor Adam und Eva...